Kinderwunsch

Natürliche Konzeption

Kinderwunsch München
Natürliche Konzeption

Kenntnisse der Vorgänge bei der natürlichen Konzeption sind eine gute Voraussetzung, damit Sie Ihre spontanen Chancen optimal nutzen können.

Wir möchten Ihnen einen kurzen Überblick geben, wie die menschliche Fortpflanzung funktioniert. Vor allem das sorgfältig aufeinander abgestimmte Wechselspiel zwischen den Eierstöcken und ihren übergeordneten Signalgebern ist von entscheidender Bedeutung. Auf diesen grundlegenden physiologischen Gegebenheiten beruhen unsere Therapiemöglichkeiten.

Zentrale Steuerung
Eibläschenreifung
Eisprung und Befruchtung
Gelbkörperbildung
Frühe Schwangerschaft

 

Zentrale Steuerung

Im Sexualzentrum des Zwischenhirns (Hypothalamus) wird das Steuerhormon GnRH (Gonadotropin Releasing Hormon) gebildet. Die rhythmische Ausschüttung des GnRH bewirkt in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) die Freisetzung der zentralen Sexualhormone FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes bzw. gelbkörperbildendes Hormon). Diese beiden Hormone werden auch Gonadotropine genannt, weil sie auf die Keimdrüsen (Gonaden) wirken, also die Eierstöcke der Frau und die Hoden des Mannes. Dorthin gelangen sie über den Blutweg.

 

Eibläschenreifung

Unter Anregung durch FSH wächst in den Eierstöcken in der ersten Zyklushälfte ein einziges Eibläschen (Follikel) heran, an dessen Innenwand sich eine Eizelle befindet. Die Granulosazellen der Eibläschenwand bilden weibliche Hormone, Östrogene, die den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und eine zunehmende Schleimbildung im Gebärmutterhals bewirken.
Überschreiten die Östrogene im Blut einen Schwellenwert, wird das zweite Gonadotropin (LH) freigesetzt. Der Follikel hat zu diesem Zeitpunkt eine Größe von etwa 15-25 mm.

 

Eisprung und Befruchtung

Das Gonadotropin LH löst den Eisprung aus, bei dem die Eizelle umgeben von Granulosazellen aus dem Eibläschen ausgestoßen wird. Bei einer Zykluslänge von 28 Tagen geschieht dies etwa am 14. Zyklustag.
Das Ende des Eileiters steht in engem Kontakt mit dem Eierstock, so dass der Eizellkomplex durch den sog. Fimbrientrichter mit seinen fransenartigen Fortsätzen aufgefangen werden kann. Im Inneren des Eileiters kann die Eizelle nun befruchtet werden, wenn eine ausreichende Anzahl an Samenzellen (Spermien) nach dem Geschlechtsverkehr den Weg durch den Gebärmutterhals, die Gebärmutterhöhle bis in den Eileiter gefunden hat.

Da die Eizelle für weniger als 24 Stunden befruchtungsfähig ist, ist der optimale Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr ein bis zwei Tage vor dem Eisprung.

Spermien sind einige Tage im weiblichen Körper überlebensfähig, so dass Schwangerschaften bis zu sieben Tage nach Verkehr möglich sind.

Auch unter optimalen Bedingungen gelingt es nur wenigen Spermien, gleichzeitig die Eizelle zu erreichen. Nur eines von diesen wird durch die Wand der Eizelle ins Innere hineingelassen. Dort lagern sich die mütterlichen und väterlichen Erbanlagen aneinander und verschmelzen.

 

Gelbkörperbildung

Der gesprungene Follikel bildet sich zum Gelbkörper um und bildet nun zusätzlich zu den Östrogenen das Gelbkörperhormon (Progesteron). Dieses wandelt die Gebärmutterschleimhaut um und bereitet sie auf die Einnistung des Embryos vor. Bis dieser den Weg durch den Eileiter in die Gebärmutterhöhle zurückgelegt hat und sich in der Schleimhaut einnisten kann, dauert es nach der Befruchtung noch 5-6 Tage. Für den ungestörten Transport ist die Eigenbeweglichkeit des Eileiters und seines Flimmerepithels entscheidend.

 

Beginn der Schwangerschaft

Am Ort der Einnistung bildet sich das Frühstadium des Mutterkuchens aus. Hier wird das Schwangerschaftshormon gebildet, über das der Embryo mit dem Gelbkörper kommuniziert und dessen Funktion aufrechterhält. Nach der 9. Schwangerschaftswoche wird der Gelbkörper nicht mehr benötigt und bildet sich langsam zurück. Die Progesteronbildung wird dann von der Fruchthöhle übernommen.

Kommt es nicht zur Einnistung eines Embryos, bleiben die Signale an den mütterlichen Organismus aus. Der Gelbkörper bildet sich zurück, das Progesteron fällt ab und die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen. Es kommt zur Regelblutung und der Zyklus beginnt von neuem.

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